Gemeindegebet

© Bild: Karsten Schmid In: Pfarrbriefservice.de

Ganz im Sinne von Jesu Zusage:
"Denn da wo 2 oder 3 in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen (Mtt. 18, 20)" treffen sich montags (außer 1. Montag im Monat, s. Taizé unten) um 18:30 Beter zum Danken und zur Fürbitte im Christian Hornberger Saal. Jeder ist hierzu willkommen und jeder kann seine Gebetsanliegen in den roten Briefkasten im Foyer einwerfen oder am Gebetsabend selber vor Gott bringen.

Ansprechperson: Silke Bustaus

Taize-Andacht

                         ruhig werden               singen                beten               hören

                            auftanken              nachdenken               genießen

                                    Gemeinschaft erleben      Glauben teilen

                                                    Zeit für Gott haben

 

Ganz im Geiste von Taizé möchten wir alle Menschen – egal welcher Religionszugehörigkeit oder aus welchem Kulturkreis – einladen, uns mit Gesang, Gebet und Stille auf der Suche nach Einheit und Versöhnung zu begleiten.

Herzliche Einladung zur ökumenischen Taizéandacht!

Wann?  Immer am ersten Montag im Monat um 18:30 Uhr
Wo?      in der Versöhnungskirche.
Ansprechpersonen: Christine Bonn (6373) und Ruth Koch (5335).

 

 

Taizé ist ein kleiner Ort im Osten Frankreichs. Dort trifft sich die Gemeinschaft, ein christlicher Männerorden, der versprochen hat, für Gott zu leben und zu arbeiten. Die Taizé-Mönche leben seit 1949 nicht hinter verschlossenen Klostermauern, sondern sie veranstalten regelmäßig Treffen für Menschen aus allen Ländern. Jedes Jahr kommen Zehntausende,  verschiedener christlicher Glaubensrichtungen nach Taizé, um gemeinsam zu beten. Gegründet wurde der Orden von Frère Rocher, einem Schweizer, der bis zu seiner Ermordung 2005 die Gemeinschaft/Communauté leitete. Heute gibt es etwa 100 Brüder aus 25 Nationen. Im Mittelpunkt stehen Gebete, Meditationen und Gottesdienste. Die „Gesänge aus Taizé“ werden in vielen Gottesdiensten weltweit gesungen.

„Die Liebe Gottes, die Freude des Herzens, die Versöhnung unter den Menschen“ (Worte von Frère Rocher).

 

Wer war dieser Mann, der Taizé ins Leben rief?

Freré Rocher wurde am 12. Mai 1915 in der Schweiz geboren. Sein Vater war ein reformierter Pfarrer, seine Mutter stammte aus dem französischen Burgund, sie war Musikerin. Er war der Jüngste von 9 Kindern.

Aufgewachsen ist er in dem kleinen Bergdorf Provence. Über diese Zeit schrieb er, dass er im Alter von 6 oder 7 Jahren in der Adventszeit im winzigen Dorf-Krämerladen bescheidene Geschenke kaufte. Er verpackte sie und lagerte sie unter seinem Bett, bis er sie an Weihnachten an die ärmsten Familien verteilte.

Während seiner Schulzeit wohnte er bei einer katholischen Familie. Er schrieb darüber: „Ich kam damals zum ersten Mal in Berührung mit dem katholischen Glauben in seinen aufgeschlossenen Zügen“.

Seine Großmutter wirkte sehr prägend auf ihn. Sie war für ihn Schutz, Inspiration und Vorbild, nicht nur in ihrer Arbeit für Leidende. Auch ihr Versöhnungswille wurde zum Lebenselixier. Sie ging als Protestantin in die katholische Kirche, um ein Zeichen der Versöhnung unter den Christen zu setzen.

Ihr Leben schien ihm wie ein Grundstein von Taizé.

Als er mit 20 Jahren an Tuberkulose erkrankte, wurde die Krankheit für ihn zu einer Phase des Innehaltens und der Einkehr. Er las viel und begann zu schreiben. Erste Gedichte entstanden. Zeiten der Einsamkeit gewannen an Bedeutung - aber er liebte auch die Geselligkeit.

Ab 1935 studierte er evangelische Theologie und 1939 war die Ordination zum Pastor.

Freré Rocher sagte über den Glauben folgendes: „Es zeigt sich, dass der Glaube, das Vertrauen auf Gott, etwas ganz Einfaches ist, so einfach, dass alle ihn annehmen können. Er ist wie ein Schritt, den wir tausendfach von neuem tun, ein Leben lang, bis zum letzten Atemzug“.